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Jugendarbeitslosigkeit

2009 war kein gutes Jahr für die Wirtschaft. Im Zuge der Finanzkrise brach die Auftragslage vieler Unternehmen zum Teil drastisch ein. Wo die Beschäftigten bislang noch in Kurzarbeit sind, drohen Entlassungen. Junge Berufseinsteiger trifft die Krise besonders hart. Der Nachwuchs muss mit niedrigen Gehältern auskommen, falls es überhaupt zur Einstellung kommt. Und damit nicht genug: Bei Kündigungen sind vor allem Neulinge betroffen. Krisenverlierer sind unter ihnen jene, die es aufgrund von schlechten Deutsch-Kenntnissen, sozialen Defiziten und Lernschwächen ohnehin schon schwer genug haben, sich auf dem allgemeinen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt durchzusetzen.

Wer in jungen Jahren den Anschluss an die Berufswelt verpasst, dem droht in wirtschaftlich schweren Zeiten immer wieder der Jobverlust - oft auch lebenslange Armut. Arbeitslosigkeit bedeutet eine gravierende Bedrohung der Lebensperspektive. Berufliche Ablehnung, mangelnde berufliche Erfahrung und eingeschränkte soziale Kontakte geben den Jugendlichen bald das Gefühl von Nutzlosigkeit. Ziel muss es daher sein, insbesondere den benachteiligten Jugendlichen eine zusätzliche Schulbetreuung, eine betriebliche Ausbildung oder Beschäftigung zu ermöglichen. Dazu können Betriebe, öffentliche Institutionen und Schulen einen Beitrag leisten.