Presseinformation

Freitag, 13. September 2019
Landessieger des DEICHMANN-Förderpreises im Saarland

Landessieger des DEICHMANN-Förderpreises für Integration im Saarland ist das Kinderbildungs­zentrum Malstatt der Diakonie Saar. Klaus Kunz, Leiter der Stabsstelle für Integration im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes, zeichnet die Initiative zusammen mit Schuhhändler DEICHMANN aus.

Im Saarbrücker Stadtteil Malstatt bietet die Diakonie Saar im Kinderbildungszentrum Malstatt (KiBiZ) den „Miniclub“ an. In diesem Stadtteil liegt die Kinder­ar­muts­quote bei 68 Prozent. 75 Prozent der Bewohner haben einen Migrationshintergrund. Der „Miniclub“ ist ein Angebot für Kinder ohne Kindergartenplatz ab dem vierten Lebensjahr, um die frühkindliche Bildung, den Spracherwerb und die frühe Sozialisation zu fördern. Das KiBiZ, das an der Grundschule Kirchberg verankert ist, begleitet das Projekt durch eine mehrsprachige Eltern-Kind-Sprech­stunde, um zu den Themen Kitaplatz, Übergang zur Grundschule und Inhalte der Grundschule zu informieren. Zusammen mit Ulrich Effing, Projektleiter des DEICHMANN-Förderpreises für In­tegra­tion, überreichte Klaus Kunz, Leiter der Stabsstelle für Integration im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Anne Fennel, Geschäftsführerin der Diakonie Saar, bedankte sich für die Unterstützung der wichtigen Arbeit durch DEICHMANN. 

Saarbrücken, 13. September 2019. Bereits zum 15. Mal zeichnet DEICHMANN Unternehmen, Vereine und Schulen aus, die sich in herausragender Weise für benachteiligte Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshinter­grund einsetzen. Der Schuhhänd­ler hat den DEICHMANN-Förderpreis für Integration 2005 ins Leben gerufen, um benachteiligte Kinder und Jugendliche bei der Eingliederung in Gesellschaft und Beruf zu unterstützen.

Starkes Engagement im Stadtteil Malstatt

122 verschiedene Nationen leben im Saarbrücker Stadtteil. Die Versorgung mit Krippen- und Kindergartenplätzen ist hier mangelhaft. Aktuell fehlen 220 Kindergarten- und 70 Krippenplätze. Die Diakonie Saar möchte Kindern und auch Eltern Bildungschancen, die sie sonst nicht haben, eröffnen und bietet deshalb dort den „Miniclub“ an. Es ist ein Angebot für Kinder ohne Kindergartenplatz ab dem vierten Lebensjahr. „Im Rahmen dieser Arbeit haben wir festgestellt, dass sehr viele Eltern sehr wenig über Abläufe in Kita, Schule und anderen Einrichtungen wissen und ihnen häufig das Verständnis für die Notwendigkeiten der Bildungsangebote in Deutschland fehlt“, erläutert Anne Fennel. Deshalb komme es häufig zu Missverständnissen, Ängste entstünden. „Hierbei möchten wir mit der mehrsprachigen Eltern-Kind-Sprechstunde Abhilfe schaffen“, bedankte sich Fennel für den Preis. Kunz weiß, wie wichtig Unterstützung schon in den frühen Kindheitsjahren ist: „Im Kindergarten lernen die Kinder mit neuen Situationen zurechtzukommen. Sie gliedern sich ein und lernen dabei von- und miteinander. Doch leider nicht jede Familie hat heutzutage Glück, auf Anhieb eine geeignete Betreuung zu finden. Deshalb freue ich mich sehr, dass die Diakonie Saar dieses zusätzliche Angebot geschaffen hat.“

Das „Frühe Frühstück“, bei dem auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung geachtet und das von Ehrenamtlichen zubereitet wird, Bewegungsangebote und besondere Ferienaktivitäten sind ebenfalls fester Bestandteil der Arbeit.

 

Personen v. l. n. r.: Verena Priesnitz (Mitarbeiterin KIBIZ), Klaus Kunz (Leiter der Stabsstelle für Integration im Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes), Ulrich Effing (Projektleiter DEICHMANN-Förderpreis für Integration), Anne Fennel (Geschäftsführerin Diakonie Saar) mit Kindern des Kinderbildungszentrums Malstatt der Diakonie Saar.
Foto: BeckerBredel

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