Presseinformation

Montag, 5. November 2018
„Futurepreneur e.V.“ aus Hamburg: 3. Platz beim DEICHMANN-Förderpreis für Integration

Der Hamburger Verein „Futurepreneur e.V.“ hat in Düsseldorf den 3. Preis des DEICHMANN-Förderpreises für Integration in der Kategorie „Unterstützung durch Vereine, öffentliche Initiativen und kirchliche Organisationen“ erhalten. Der Regionalsieger aus Hamburg wurde bereits im August auf Landesebene für sein Engagement für benachteiligte Kinder und Jugendliche geehrt. 2012 ist der gemeinnützige Verein in Hamburg Altona mit dem Ziel gegründet worden, gemeinsam mit benachteiligten Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien primär Zukunftskompe- tenzen zu entwickeln, damit sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Für dieses Engagement wurde dem Verein ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro durch Heinrich Deichmann, Initiator des Förderpreises, überreicht.

Düsseldorf, 06. November 2018. Individuelle Fähigkeiten und Kompetenzen kennenlernen, werden beim Verein großgeschrieben. „Futurepreneur e.V.“ bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich mit viel Spaß und Freude im beruflichen Feld auszutesten. Hierfür werden speziell zwei Programme umgesetzt: „Campusunternehmer“ und „Sommerunternehmer“. Ziel ist es, jungen Menschen möglichst frühzeitig reale Erfahrungen mit unternehmerischen Denk- und Handlungsweisen zu ermöglichen. Auf diese Weise lernen die Teilnehmer ihre individuellen Fähigkeiten und Kompetenzen besser kennen und für die Zukunft einzusetzen. In den letzten zwölf Monaten wurden insgesamt 456 Kinder und Jugendliche im Alter von 13 bis 19 Jahren in Hamburg, Teilen Schleswig-Holsteins und Niedersachsen betreut. Die Projekte „Campusunternehmer“ und „Sommerunternehmer“ des „Futurepreneur e.V.“ transportieren die Botschaft, dass jeder Mensch unabhängig von Schulnoten und Hintergrund etwas erreichen und bewirken kann. Das eigene Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen wird durch die Programme verbessert, das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt und die Teamfähigkeit ausgebaut. Das Projekt „Sommerunternehmer“ ist ein fünfwöchiges Sommerferienprogramm, das sich speziell an Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren richtet. Die Hälfte der Teilnehmer kommt aus Stadtteilschulen in einer sozial schwächeren Lage. In der ersten Projektwoche lernen die Jugendlichen ihre eigene kreative Geschäftsidee zu entwickeln, um diese dann im Anschluss vier Wochen lang umzusetzen und im Markt zu erproben. Hierfür bekommen sie ein Startkapital und werden von zwei Futurepreneur-Coaches pädagogisch begleitet. Außerdem stehen wöchentliche Besuche bei Gründern in ihren Unternehmen an, von denen sie ebenfalls Einblicke bekommen. Am Ende warten der eigene Verdienst, ein prägender Erfahrungsschatz, eine große Abschlussfeier und ein Diplom auf sie. Dadurch können auch leistungsschwächere Schüler entdecken, wie viel Potential in ihnen steckt, ihre Ideen kreativ umsetzten und neue Jugendliche kennenlernen. Insgesamt wurden bisher in 92 Projekten rund 2000 Jugendliche betreut. Ein weiterer Standort wird Ende 2018 in Hannover eröffnet. „Wir freuen uns über dieses ganz besondere Engagement, bei dem Kinder und Jugendliche auf spielerische Art und Weise lernen, in der Berufswelt Fuß zu fassen“, sagte Heinrich Deichmann.

Bereits zum 14. Mal wird dieses Jahr der DEICHMANN-Förderpreis für Integration verliehen. Ziel des Preises ist es, neben Unternehmen, die sich in herausragender Weise für benachteiligte Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund einsetzen, Vereine und Schulen ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken und mit dem DEICHMANN-Förderpreis für Integration auszuzeichnen.

Mit Fernanda Brandão konnte dieses Jahr eine neue Schirmherrin und ein neues Jury-Mitglied gewonnen werden. Aus ihrer eigenen Kindheit und Jugend weiß die Sängerin und Moderatorin mit brasilianischen Wurzeln, wie schwierig es ist, in einem fremden Land zurechtzukommen und wie wichtig Hilfsangebote für eine gelungene Integration sind. „Wir brauchen Unterstützer, die Jugendlichen helfen, Orientierung zu finden“, so Brandão, die mit neun Jahren zusammen mit ihrer Mutter von Rio de Janeiro nach Hamburg kam.

image_pdfals PDF speichernimage_printDruckansicht