Presseinformation

Mittwoch, 19. September 2018
DEICHMANN-Förderpreis für Integration in Hessen

Landessieger des DEICHMANN-Förderpreises für Integration in Hessen ist das Projekt der Evangelischen Kirche am Richtsberg „Richtsberg Mobil“. Dr. Thomas Schäfer, Hessischer Minister der Finanzen zeichnet das Projekt zusammen mit Schuhhändler DEICHMANN aus.

„Richtsberg Mobil“ wurde 2011 von der Evangelischen Kirchengemeinde am Richtsberg zusammen mit dem Projektpartner „Bürgerinitiative für Soziale Fragen e.V.“ (BSF) ins Leben gerufen. Mit dem Richtsberg Mobil, einer Art „mobilem Wohnzimmer“, sind fünf Mitarbeiter immer montags, mittwochs und freitags für insgesamt zehn Stunden im Stadtteil Richtsberg in Marburg unterwegs. Sie bieten Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 12 bis 24 Jahren vielfältige Freizeitgestaltungs- und Gesprächsmöglichkeiten an. Die Angebote reichen von einer Hausaufgabenbetreuung über Bewerbungstraining bis hin zu Gesprächsleitfäden bei bestimmten Problemstellungen in der Familie oder Schule. In den letzten zwölf Monaten konnten insgesamt 500 Jugendliche und junge Erwachsene unterstützt werden. „Wir freuen uns, dass die Evangelische Kirche am Richtsberg mit Richtsberg Mobil eine umfassende Betreuung für benachteiligte Kinder und Jugendliche anbietet. Sie lernen dadurch ihre Freizeit bewusst zu gestalten und mit Problemsituationen umzugehen“, so Dr. Thomas Schäfer, Hessischer Minister der Finanzen. Zusammen mit Silke Janssen vom DEICHMANN-Förderpreis, überreichte er das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.

Marburg-Richtsberg, 19. September 2018. Zum 14. Mal zeichnet DEICHMANN Unternehmen, Vereine und Schulen aus, die sich in herausragender Weise für benachteiligte Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund einsetzen. Der Schuhhändler hat den DEICHMANN-Förderpreis für Integration bereits 2005 ins Leben gerufen, um benachteiligte Kinder und Jugendliche bei der Eingliederung in Gesellschaft und Beruf zu unterstützen.

Mobiler Jugendraum auf vier Rädern

Der Richtsberg ist ein Stadtteil in Marburg mit erhöhtem Förderbedarf. Über zwei Drittel der Bewohner haben einen Migrationshintergrund. Zudem werden verstärkt geflüchtete Menschen in dem Stadtteil untergebracht. Vor allem Kinder und Jugendliche brauchen daher Unterstützung, um am sozialen und gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Sie benötigen beispielweise eine Sprachförderung und Unterstützung, um an die Schule oder einen späteren Beruf anknüpfen zu können. Richtbergs Mobil hat bewusst neue Wege etabliert, damit auch diejenigen erreicht werden, die keine festinstallierten Angebote in der Stadt annehmen können. Es dient als mobiler Jugendraum, bei dem sich Jugendliche unterschiedlicher Kulturen des Stadtteils begegnen können und durch die Mitarbeiter des Projekts auf verschiedene Art und Weise betreut werden.

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