WGfS aus Filderstadt: 1. Platz beim DEICHMANN-Förderpreis für Integration

Die Wohngemeinschaft für Senioren (WGfS) erhielt heute in Düsseldorf den 1. Preis des DEICHMANN-Förderpreises für Integration in der Kategorie „Berufliche Förderung durch Unternehmen“. Der Pflegedienstleister gibt aktuell 27 benachteiligten Jugendlichen und Menschen mit Behinderung eine Ausbildung und eine Chance für das Berufsleben. Dazu werden sie z.B. von erfahrenen Ausbildern, Lehrkräften und Sozialpädagogen unterstützt. Ein Netzwerk von Firmen bietet den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Für dieses Engagement wurde dem Unternehmen ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro durch den Initiator des Förderpreises, Heinrich Deichmann, überreicht.

1. Platz in der Kategorie „Berufliche Förderung durch Unternehmen“

Düsseldorf, 8. November 2016. Das Unternehmen WGfS wurde 1987 gegründet und unterstützt seit 1998/99 benachteilige Jugendliche. Wegen des sich bereits abzeichnenden Pflegenotstandes begann die Firma, selbst auszubilden. Dabei hatte sie in besonderer Weise benachteiligte Jugendliche im Blick. Waren es anfangs jährlich sechs bis zehn Auszubildende, sind es im letzten Jahr schon 27 benachteiligte Auszubildende gewesen. Ob Schüler mit Sprachschwierigkeiten oder Lernbehinderungen oder in letzter Zeit auch Flüchtlinge: Das Unternehmen zeigt den Jugendlichen verschiedene Wege auf, wie sie einen Beruf finden können. Dazu werden sie während der gesamten Ausbildung von erfahrenen Ausbildern, Lehrkräften und Sozialpädagogen unterstützt. Eine enge Zusammenarbeit mit anderen Firmen vor Ort gehört mit zum Konzept und sorgt für eine vielfältige und praxisnahe Ausbildung. Bei fehlenden Zeugnissen und Unterlagen von Flüchtlingen unterstützt WGfS und erwirkt beispielsweise Ausnahmeregelungen. Das wichtigste Ziel der Firma ist nach eigener Darstellung, benachteiligten Jugendlichen und Menschen mit Behinderung eine Chance für eine Ausbildung und eine Perspektive im Berufsleben zu geben. „Ein Ansatz, der ganz im Sinne des Förderpreises ist und die Jury daher überzeugt hat“, begründete Heinrich Deichmann die Entscheidung, die Wohngemeinschaft für Senioren (WGfS) auszuzeichnen.

In diesem Jahr wird der DEICHMANN-Förderpreis bereits zum zwölften Mal verliehen. Ziel des Preises ist es, Projekte, die sich in herausragender Weise für Integration engagieren, ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Laut Berufsbildungsbericht 2016 bleiben immer mehr Lehrstellen unbesetzt. Einer der Gründe hierfür ist, dass Jugendliche mit schlechtem Schulabschluss für zunehmend anspruchsvollere Berufsbilder und Ausbildungsgänge ungenügend vorbereitet sind. Junge Menschen mit Handicap bedürfen daher der Unterstützung. Sprachdefizite, Behinderungen, psychische Probleme oder die mangelnde Integrationsfähigkeit verhindern oft den Schulabschluss. Dadurch wird vielen Jugendlichen der Zugang zu einer Ausbildungsstelle und somit der Einstieg in den Arbeitsmarkt deutlich erschwert. Sie gelten oft als nicht ausbildungsfähig. Und doch gibt es sie: Unternehmen, Initiativen und Schulen, die sich jenseits von Noten und formalen Abschlüssen besonders engagieren, um diese Hürden zusammen mit den Jugendlichen zu überwinden. Sie will der Förderpreis belohnen.

Die Schirmherrin des DEICHMANN-Förderpreises ist auch in diesem Jahr die Moderatorin Nazan Eckes, die erstmalig auch als Jury-Mitglied bei der Auswahl der Sieger des Förderpreises beteiligt ist. Für sie stellt Integration ein zentrales Thema in ihrem Leben dar. „Integration in Deutschland ist für mich ein Gefühl, das mir sagt: Hier bin ich zu Hause und hier will ich leben“, erklärt Nazan Eckes.

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