Staatliche Grundschule am Mühlenteich aus Rostock: 1. Platz beim DEICHMANN-Förderpreis für Integration

Die Staatliche Grundschule am Mühlenteich erhielt heute in Düsseldorf den 1. Preis des DEICHMANN-Förderpreises für Integration in der Kategorie „Schulische Präventivmaßnahmen“. Die Schule engagiert sich im Rahmen eines speziellen Integrationskonzepts für Kinder mit Migrationshintergrund. Dafür hat sie u.a. ein spezielles „Vier-Säulen-Modell“ entwickelt. Für dieses Engagement wurde der Initiative ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro durch den Initiator des Förderpreises, Heinrich Deichmann, überreicht.

1. Platz in der Kategorie „Schulische Präventivmaßnahmen“

Düsseldorf, 8. November 2016. An der Grundschule am Mühlenteich lernen Kinder aus 18 Nationen in 22 Klassen. Kinder mit Migrationshintergrund, mangelnden Deutschkenntnissen, Entwicklungsverzögerungen und Lernschwierigkeiten können die Diagnoseförderklasse besuchen, um schnellstmöglich in die Regelklassen wechseln zu können. Die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund findet in einer Regelklasse mit zusätzlicher intensiver Förderung im Bereich „Deutsch als Zweitsprache“ statt. Im Rahmen eines Vier-Säulen-Konzepts von Sport, Kunst und Kultur, gesunder Lebensweise und Demokratie wird den Kindern durch vielfältige Projekte geholfen. Seit 2014 führt die Schule mehrere Aktionstage im Jahr zu Kinderrechten und Kinderschutz durch. „Ein Ansatz, der ganz im Sinne des Förderpreises ist und die Jury daher überzeugt hat“, begründete Heinrich Deichmann die Entscheidung, die Staatliche Grundschule am Mühlenteich auszuzeichnen.

In diesem Jahr wird der DEICHMANN-Förderpreis bereits zum zwölften Mal verliehen. Ziel des Preises ist es, Projekte, die sich in herausragender Weise für Integration engagieren, ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Laut Berufsbildungsbericht 2016 bleiben immer mehr Lehrstellen unbesetzt. Einer der Gründe hierfür ist, dass Jugendliche mit schlechtem Schulabschluss für zunehmend anspruchsvollere Berufsbilder und Ausbildungsgänge ungenügend vorbereitet sind. Junge Menschen mit Handicap bedürfen daher der Unterstützung. Sprachdefizite, Behinderungen, psychische Probleme oder die mangelnde Integrationsfähigkeit verhindern oft den Schulabschluss. Dadurch wird vielen Jugendlichen der Zugang zu einer Ausbildungsstelle und somit der Einstieg in den Arbeitsmarkt deutlich erschwert. Sie gelten oft als nicht ausbildungsfähig. Und doch gibt es sie: Unternehmen, Initiativen und Schulen, die sich jenseits von Noten und formalen Abschlüssen besonders engagieren, um diese Hürden zusammen mit den Jugendlichen zu überwinden. Sie will der Förderpreis belohnen.

Die Schirmherrin des DEICHMANN-Förderpreises ist auch in diesem Jahr die Moderatorin Nazan Eckes, die erstmalig auch als neues Jury-Mitglied bei der Auswahl der Sieger des Förderpreises beteiligt ist. Für sie stellt Integration ein zentrales Thema in ihrem Leben dar. „Integration in Deutschland ist für mich ein Gefühl, das mir sagt: Hier bin ich zu Hause und hier will ich leben“, erklärt Nazan Eckes.

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