Presseinformation

Dienstag, 8. November 2016
Staatliche Eichendorffschule Schönebeck aus Essen: 2. Platz beim DEICHMANN-Förderpreis für Integration

Die Staatliche Eichendorffschule Schönebeck wurde heute in Düsseldorf mit dem 2. Preis des DEICHMANN-Förderpreises für Integration in der Kategorie „Schulische Präventivmaßnahmen“ ausgezeichnet. Die Schule verfolgt einen ganzheitlichen Integrationsansatz, der neben den Schülern auch die Eltern bis hin zu Betriebspraktika im Blick hat. Für dieses Engagement wurde der Schule ein Preisgeld in Höhe von 8.000 Euro durch den Initiator des Förderpreises, Heinrich Deichmann, überreicht.

2. Platz in der Kategorie „Schulische Präventivmaßnahmen“

Düsseldorf, 8. November 2016. An der städtischen katholischen Eichendorffschule Schönebeck mit einem Gemeinschaftsschulteilstandort sind zunehmend Quereinsteiger aus Flüchtlingsländern zu verzeichnen. Etwa 30 Eltern der Grundschüler der Eichendorffschule haben sich dazu bereit erklärt, die geflüchteten Kinder in der deutschen Sprache zu unterrichten, um den Schulanfängern den Einstieg zu erleichtern und die noch nicht schulpflichtigen Kinder auf die Schule vorzubereiten. Auf Grundlage von gespendetem, interaktivem Lehrmaterial geben Schüler/innen der Eichendorffschule den geflüchteten Gleichaltrigen Unterricht in deutscher Sprache, sie lesen gemeinsam Kinderliteratur und singen. Bei nahegelegenen Firmen möchte man zukünftig erwirken, dass die geflüchteten Eltern in Praktika erste Berufserfahrungen sammeln können und damit bessere Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt erhalten. „Ein Ansatz, der ganz im Sinne des Förderpreises ist und die Jury daher überzeugt hat“, begründete Heinrich Deichmann die Entscheidung, die Staatliche Eichendorffschule Schönebeck auszuzeichnen.

In diesem Jahr wird der DEICHMANN-Förderpreis bereits zum zwölften Mal verliehen. Ziel des Preises ist es, Projekte, die sich in herausragender Weise für Integration engagieren, ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Laut Berufsbildungsbericht 2016 bleiben immer mehr Lehrstellen unbesetzt. Einer der Gründe hierfür ist, dass Jugendliche mit schlechtem Schulabschluss für zunehmend anspruchsvollere Berufsbilder und Ausbildungsgänge ungenügend vorbereitet sind. Junge Menschen mit Handicap bedürfen daher der Unterstützung. Sprachdefizite, Behinderungen, psychische Probleme oder die mangelnde Integrationsfähigkeit verhindern oft den Schulabschluss. Dadurch wird vielen Jugendlichen der Zugang zu einer Ausbildungsstelle und somit der Einstieg in den Arbeitsmarkt deutlich erschwert. Sie gelten oft als nicht ausbildungsfähig. Und doch gibt es sie: Unternehmen, Initiativen und Schulen, die sich jenseits von Noten und formalen Abschlüssen besonders engagieren, um diese Hürden zusammen mit den Jugendlichen zu überwinden. Sie will der Förderpreis belohnen.

Die Schirmherrin des DEICHMANN-Förderpreises ist auch in diesem Jahr die Moderatorin Nazan Eckes, die erstmalig auch als neues Jury-Mitglied bei der Auswahl der Sieger des Förderpreises beteiligt ist. Für sie stellt Integration ein zentrales Thema in ihrem Leben dar. „Integration in Deutschland ist für mich ein Gefühl, das mir sagt: Hier bin ich zu Hause und hier will ich leben“, erklärt Nazan Eckes.

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