Presseinformation

Dienstag, 8. November 2016
Bäckerei Staib GmbH & Co. KG: Sonderpreis beim DEICHMANN-Förderpreis für Integration

Die Bäckerei Staib GmbH & Co. KG erhielt heute in Düsseldorf den Sonderpreis des DEICHMANN-Förderpreises für Integration. Der Bäckermeister Staib integriert erfolgreich neun geflüchtete Menschen in sein Unternehmen. Für dieses Engagement wurde dem Unternehmen ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro durch den Initiator des Förderpreises, Heinrich Deichmann, überreicht.

Sonderpreis beim DEICHMANN-Förderpreis für Integration

Düsseldorf, 8. November 2016. Die Bäckerei Staib GmbH & Co. KG wurde bereits 1934 gegründet und beschäftigt heute 400 Mitarbeiter. Den Geschwistern und Inhabern Frau Regina Schlecker-Landmann und Herrn Marcus Staib ist daran gelegen, geflüchtete Menschen in ihr Unternehmen zu integrieren. Deshalb beschäftigen sie neun junge Migranten, von denen fünf jünger als 25 Jahre alt sind. Unterstützung bei der Integration erhält die Bäckerei Staib durch die Handwerkskammer Ulm. Im Rahmen eines Tandemmodells werden den neuen Lehrlingen deutsche Auszubildende zur Seite gestellt, damit sie sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule einen helfenden Ansprechpartner haben. Mindestens einmal wöchentlich findet in der Berufsschule Sprachunterricht statt, zudem wurde ein spezielles Handbuch für die ausländischen Auszubildenden verfasst, in welchem alle Arbeitsabläufe in Schrift und Bild dargestellt sind. Intern wird ebenfalls mindestens einmal wöchentlich ein zusätzlicher Berufsschulunterricht angeboten, um zu gewährleisten, dass die Auszubildenden in der Berufsschule problemlos dem Unterricht folgen können und den Lernanschluss nicht verlieren. „Ein Ansatz, der ganz im Sinne des Förderpreises ist und die Jury daher überzeugt hat“, begründete Heinrich Deichmann die Entscheidung, die Bäckerei Staib GmbH & Co. KG auszuzeichnen.

In diesem Jahr wird der DEICHMANN-Förderpreis bereits zum zwölften Mal verliehen. Ziel des Preises ist es, Projekte, die sich in herausragender Weise für Integration engagieren, ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Laut Berufsbildungsbericht 2016 bleiben immer mehr Lehrstellen unbesetzt. Einer der Gründe hierfür ist, dass Jugendliche mit schlechtem Schulabschluss für zunehmend anspruchsvollere Berufsbilder und Ausbildungsgänge ungenügend vorbereitet sind. Junge Menschen mit Handicap bedürfen daher der Unterstützung. Sprachdefizite, Behinderungen, psychische Probleme oder die mangelnde Integrationsfähigkeit verhindern oft den Schulabschluss. Dadurch wird vielen Jugendlichen der Zugang zu einer Ausbildungsstelle und somit der Einstieg in den Arbeitsmarkt deutlich erschwert. Sie gelten oft als nicht ausbildungsfähig. Und doch gibt es sie: Unternehmen, Initiativen und Schulen, die sich jenseits von Noten und formalen Abschlüssen besonders engagieren, um diese Hürden zusammen mit den Jugendlichen zu überwinden. Sie will der Förderpreis belohnen.

Die Schirmherrin des DEICHMANN-Förderpreises ist auch in diesem Jahr die Moderatorin Nazan Eckes, die erstmalig auch als neues Jury-Mitglied bei der Auswahl der Sieger des Förderpreises beteiligt ist. Für sie stellt Integration ein zentrales Thema in ihrem Leben dar. „Integration in Deutschland ist für mich ein Gefühl, das mir sagt: Hier bin ich zu Hause und hier will ich leben“, erklärt Nazan Eckes.

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