Ministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler zeichnet Mädchenwerkstatt aus Ludwigshafen mit Integrationspreis aus

Die Mädchenwerkstatt der ZAB Frankenthal gGmbH wurde heute von der rheinland-pfälzischen Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Sabine Bätzing-Lichtenthäler als Landessieger des DEICHMANN-Förderpreises für Integration ausgezeichnet. Das Projekt bereitet pro Jahr knapp 140 benachteiligte Mädchen gezielt auf eine Ausbildung vor. „Die Mädchenwerkstatt ist ein Sprungbrett in den Arbeitsmarkt, denn die Mädchen werden umfassend bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz unterstützt“, lobt die Ministerin das Projekt. Zusammen mit Silke Janssen des DEICHMANN-Förderpreises überreichte sie eine Urkunde sowie das Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.

Ludwigshafen, 21. September 2015. Seit elf Jahren engagiert sich DEICHMANN für die berufliche Integration von benachteiligten Jugendlichen. Ausgezeichnet werden Initiativen, die auf verschiedenen Ebenen helfen, Kinder und Heranwachsende in Beruf und Gesellschaft zu integrieren. Der Preis hat besonders Menschen mit Migrationshintergrund im Blick. Ausgezeichnet werden Projekte, die nachhaltig und kreativ mithelfen, jungen Menschen den Weg ins Berufsleben zu ebnen.

Die Bewerbungswerkstatt

Die Mädchenwerkstatt wurde im Jahr 2000 mit dem Ziel, Mädchen mit handwerklichen Berufen vertraut zu machen, ins Leben gerufen. Gefördert wird die Mädchenwerkstatt aus arbeitsmarktpolitischen Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF). Das Angebot des Projekts richtet sich vor allem an benachteiligte Mädchen: Die Teilnehmerinnen haben aufgrund eines Migrationshintergrundes sprachliche Defizite oder ihnen fehlt eine berufliche Perspektive. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erarbeiten daher zusammen mit den Mädchen in der „Bewerbungswerkstatt“ ihre Stärken sowie Interessen und stellen ihnen passende Berufsbilder vor. „Wir arbeiten eng mit den Mädchen zusammen und beraten sie ganz individuell“, sagt Projektkoordinatorin Corinna Glogger. Im Anschluss werden die Mädchen bei der Ausbildungsplatzsuche unterstützt sowie auf Vorstellungsgespräche und Eignungstests vorbereitet.

In der hauseigenen Werkstatt können die Teilnehmerinnen unter Anleitung von Handwerkerinnen Fertigkeiten in den Bereichen Holz, Keramik oder Metall erlernen. Sie werden so praxisnah mit Berufen vertraut gemacht, die sie bisher möglicherweise noch nicht in Betracht gezogen haben. „Die Mädchen, die unsere Einrichtung besuchen, sind in der Berufswahl oft eingeschränkt – häufig hängt dies mit kulturellen und familiären Einflüssen zusammen. Wir möchten ihnen daher Alternativen aufzeigen und sie so nachhaltig in den Arbeitsmarkt integrieren“, so Corinna Glogger. Ein Gedanke, der ganz im Sinne des DEICHMANN-Förderpreises ist.