Presseinformation

Mittwoch, 21. November 2012
Bottroper Adolf-Kolping Schule: 3. Platz beim DEICHMANN-Förderpreis gegen Jugendarbeitslosigkeit

Gewinnermeldung in der Kategorie „Schulische Präventivmaßnahmen“

Die Adolf-Kolping Schule aus Bottrop wurde heute in Köln mit dem 3. Preis des DEICHMANN-Förderpreises gegen Jugendarbeitslosigkeit ausgezeichnet. Die Schule setzt sich vorbildlich für benachteiligte Jugendliche ein und unterstützt ihren Einstieg ins Berufsleben. Praktika, Workshops und eine langfristige Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen bilden den Kern der Maßnahmen. Dadurch werden die Chancen auf einen Berufseinstieg deutlich verbessert. Für dieses Engagement wurde der Adolf-Kolping Schule ein Preisgeld in Höhe von 5.000,00 Euro durch den Initiator des Förderpreises, Heinrich Deichmann, überreicht.

Köln, 21. November 2012. Der DEICHMANN-Förderpreis wurde 2012 zum achten Mal verliehen. Ziel des Preises ist es, Projekte, die benachteiligten Jugendlichen zu einer Chance auf dem Arbeitsmarkt verhelfen, als nachahmenswerte Beispiele ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Aktuell sind 350.000 Jugendliche ohne eine Arbeit oder einen Ausbildungs-beruf. Betroffen sind besonders Schüler mit schlechten Noten oder Migrationshintergrund. Der Förderpreis belohnt Schulen, Unternehmen und Initiativen, die sich in außergewöhnlicher Weise für diese Jugendlichen engagieren. Schirmherrin war in diesem Jahr die 3-fache Boxweltmeisterin Susi Kentikian (25). Sie selbst hat sich regelrecht durch das Leben geboxt und weiß, wie wichtig Maßnahmen zur Unterstützung benachteiligter Jugendlicher sind. „Ich selbst habe mich als Migrantin von einer Förderschule über die Hauptschule bis zum Realschulabschluss durchgebissen. Doch hätte ich nicht so viel Unterstützung auf meinem Weg gehabt, wer weiß wo ich gelandet wäre.“

Derzeit besuchen 140 Schüler die Schule in Bottrop – alle von ihnen haben Förderbedarf. Viele kommen aus schwierigen Familienverhältnissen und sind in ihrer sozialen Entwicklung oder durch ihren Migrations-hintergrund beeinträchtigt. Mit herausragendem Einsatz unterstützt die Adolf-Kolping Schule diese Jugendlichen in der Berufsvorbereitung. Als Höhepunkt wird jährlich ein „Tag der Berufe“ organisiert. Unternehmen aus verschiedenen Branchen stellen dort in Workshops Berufe wie Friseur, Koch oder Mechaniker vor. Schüler und Arbeitgeber haben so die Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen. Nicht selten ergeben sich daraus sogar Ausbildungen oder Festanstellungen. „Ein Ansatz, der ganz im Sinne des Förderpreises ist und die Jury daher überzeugt hat“, begründete Heinrich Deichmann die Entscheidung, die Adolf-Kolping-Schule auszuzeichnen.

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