Sozial benachteiligte Jugendliche werden ausgegrenzt – Studie „Wie ticken Jugendliche 2012“

Diese Frage stellte Marc Calmbach vom Sinus-Institut. Quintessenz dieser Studie war, dass Jugendliche heute unter einem enormen Leistungsdruck stehen, aber dennoch positiv in die Zukunft blicken. Genau deshalb ist es sehr wichtig, die Jugendlichen zu fördern und Enttäuschungen in Form von schlechten Jobperspektiven zu vermeiden.

Auffällig in der Studie war, dass sozial Benachteiligte vor allem von Jugendlichen aus der gesellschaftlichen Mitte an den Rand gedrückt würden. Diese würden Ihnen eine zu geringe Leistungsbereitschaft vorwerfen. Laut der Studie des Sinus-Instituts befänden sich rund sieben Prozent der Jugendlichen in dieser „prekären Lebenswelt“. Bei diesen Jugendlichen herrsche das Gefühl vor von der Gesellschaft abgehängt zu sein. Als Reaktion auf diesen gesellschaftlichen Druck entstünde bei allen Jugendlichen dann ein starkes Bedürfnis nach Halt, Zugehörigkeit und Vergewisserung. Allerdings bedeute die Besinnung auf traditionelle Werte wie Sicherheit, Freundschaft und Familie keinen Zulauf für klassische traditionelle Milieus. Laut Calmbach leben viele Jugendliche einen bunten Werte-Mix leben.

Der Vorsitzende des Bundesverbandes der Deutschen Katholischen Jugend, einem Mitherausgeber der Studie, Dirk Tänzler fordert die Gesellschaft auf den immensen Druck auf die Jugendlichen zu senken. Manche Jugendliche würden den Druck meistern, viele würden jedoch scheitern. „Wir wollen das aufbrechen. Jugend braucht mehr Freiräume, Jugend hat einen Wert an sich.“

Quelle: DerWesten.de

image_pdfals PDF speichernimage_printDruckansicht

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.