Schleswig-Holsteins Lehrer gegen Jugendarbeitslosigkeit: „Deutsch als Zweitsprache“ wird Pflicht

Um die Bildungschancen von Kindern aus Zuwandererfamilien zu verbessern werden sich in Schleswig Holstein angehende Lehrerinnen und Lehrer ab sofort während der Ausbildung mit dem Thema „Deutsch als Zweitsprache“ beschäftigen. Dies verkündete Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug am 11. Januar 2012 vor jungen Lehrkräften in Kiel. Klug betonte zudem, dass die Arbeit der jungen Lehrkräfte  vom permanenten Wandel in der Gesellschaft beeinflusst werde. So könne man nicht ignorieren, dass mittlerweile 24,1 Prozent der Erstklässler im Land aus Zuwandererfamilien stammten.

Die Erfahrungen zeigten, so Klug, dass Kinder aus dieser Gruppe seltener als andere das Abitur erreichen.  Kinder mit Migrationshintergrund stellen laut Klug einen auffällig hohen Anteil der Jugendlichen ohne Schulabschluss und sind somit stark von Jugendarbeitslosigkeit bedroht.

„Es ist an der Zeit, dass wir auch in der Lehrerausbildung die erforderlichen Konsequenzen ziehen“, wird der Bildungsminister in der offiziellen Pressemitteilung des Ministeriums für Bildung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein zitiert.

Nach Wunsch des Bildungsministers müsse „Deutsch als Zweitsprache“ ein fester Bestandteil der Lehrerausbildung werden. Die durchgängige Sprachbildung weite den Blick für fächerübergreifende Sprach-Zusammenarbeit innerhalb der Schule. Je früher und konsequenter eine solche Sprachbildung eingesetzt werde, desto besser können Lehrkräfte negativen Verläufen von Bildungskarrieren vorbeugen.

Quelle: Thomas Schunck, Ministerium für Bildung und Kultur, Telefon 0431 988-5805, E-Mail: thomas.schunck@mbk.landsh.de

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