Neuregelung zur europäischen Freizügigkeit

28. April 2011. Mit dem 1. Mai 2011 gelten auch hierzulande die neuen Bestimmungen zur vollen Arbeitnehmerfreizügigkeit. Dies bedeutet, dass zukünftig alle EU-Bürger einer regulären Beschäftigungen in Deutschland nachgehen können. Während die europäische Integration damit eine weitere Hürde zu nehmen scheint, fürchten 40% der Deutschen den Konkurrenzdruck billiger Arbeitskräfte aus Osteuropa.

Die Öffnung des Arbeitsmarktes sei dennoch „ein richtiger Schritt zur richtigen Zeit“ beruhigen die Experten vom Kölner Institut der deutschen Wirtschaft, in einer Studie, die am 26. April vorgestellt wurde. Diese kommt zu dem Ergebnis, dass in der augenblicklichen Boomphase qualifizierte Facharbeiter aus dem europäischen Ausland die heimische Wirtschaft stützen können. Eine neue Form der innereuropäischen Migration würde sich deshalb vermutlich eher positiv auf den deutschen Arbeitsmarkt auswirken.

Dennoch könne nicht völlig ausgeschlossen werden, dass besonders im Bereich der gering qualifizierten Arbeitnehmer mit erhöhter Konkurrenz und Lohneinbußen gerechnet werden muss, so die Autoren.

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